Die Welt von morgen
Bestellungen bitte an:
Dieter von Reeken, Br.-Grimm-Straße 10, 21337 Lüneburg, Telefon 0 41 31 / 5 94 66, verlag@dieter-von-reeken.de.

[Zurück zur Startseite]

Vordere (oben) und hintere (unten ) Umschlagseite des Nachdrucks


Die Welt von morgen
Hauszeitschrift des Gebrüder-Weiß-Verlags für die Freunde technischer Zukunftsromane
Reprografischer Nachdruck der erschienenen Hefte 1–6 (1955–1960)
Herausgegeben von Dieter von Reeken
Paperback, DIN A 4, 100 Seiten, zahlreiche Abb., 8 farbige Seiten
17,50 € - 978-3-945807-16-3

Inhaltsverzeichnis
Aus dem Vorwort
Editorische Hinweise
Über Bernhard Borchert
Musterseiten

Inhaltsverzeichnis
Vorwort des Herausgebers
Editorische Hinweise
Über Bernhard Borchert

Heft 1 (1955) – 8 Seiten
Weltraumflug – aber wann? (Arthur C. Clarke, aus: Vor dem Start in den Weltraum)
Wissenschaftler über Raumfahrtprobleme
Schriftsteller über den Zukunftsroman
Hans Dominik (A. Jansen)
Soll man Zukunftsromane lesen (P. A. Müller)
Science fiction – heute und morgen
Robert A. Heinlein
Wußten Sie schon …? – Nachrichten aus der Astrophysik
Freder van Holk

Heft 2 (1956) – 8 Seiten
Raumschiffahrt in greifbare Nähe gerückt
Besuch aus dem Weltraum? (Richard Koch)
Science Fiction Club Deutschland
Science Fiction in Frankreich (Jean-Gaston Vandel)
Durch den Tunnel (Robert A. Heinlein, aus: Tunnel zu den Sternen)
Atomabkommen der Vereinigten Staaten mit der Bundesrepublik
Fortschritte der Technik
Menschen auf dem Mars (Oscar J. Friend, aus: Mann vom Mars in besonderer Mission)
Noch einmal „Fliegende Untertassen“
Wußten Sie schon …? – Nachrichten aus Astrophysik und Technik

Heft 3 (1957) – 12 Seiten
Die Eroberung des Weltraums kein Traum mehr
Alltagsleben im Jahre 2000 (Robert A. Heinlein)
Eisen fällt vom Himmel (Richard Koch)
Die Mondschlacht (Arthur C. Clarke, aus: Um die Macht auf dem Mond)
Atomenergie – Forschung und Auswertung
Roboter auf dem Vormarsch
Wußten Sie schon? – Nachrichten aus Astrophysik und Technik
Warum ich Zukunftsromane schreibe (Edmund Schopen)

Heft 4 (1958) – 16 Seiten
Erste Etappe: Sputnik umkreist die Erde. Nächste Etappe: Flug zum Mond
Warum lese ich Zukunftsromane? Das Ergebnis unserer Preisfrage
Ein Mann allein. John W. Campbell jr. Vorkämpfer der Science Fiction (Theodore Sturgeon)
Wußten Sie schon? Nachrichten aus Astrophysik und Technik
Fliegen (Egon Larsen, aus: Du wirst die Zukunft noch erleben)
Vom Delphin zum E-T-I (Egon Larsen, aus: Du wirst die Zukunft noch erleben)
Das geheimnisvolle Schiff (Jules Verne, aus: 20 000 Meilen unter dem Meer)
Don landet auf der Venus (Robert A. Heinlein, aus: Zwischen den Planeten)

Heft 5 (1959) – 16 Seiten
Mensch im Weltraum? Neue Flugprojekte
Auf zwei Planeten (Kurd Laßwitz, aus: Auf zwei Planeten)
Die ungelösten Probleme des Sonnensystems (Erich Schneider, aus: Kleine Astronomie)
Hans Dominik entdeckt den Zukunftsroman (Hans Dominik, aus: Vom Schraubstock zum Schreibtisch)
Satelliten erkunden den Raum
Die ersten Mondraketen
Zusammenstoß zweier Welten (Edwin Balmer, Philip Wylie, aus: Wenn Welten zusammenstoßen)
Der betrunkene Robot (Isaac Asimov, aus: Ich, der Robot)
Der Mensch zerschlägt die Materie. Die künstliche Sonne der Zukunft (W. D. von Tippelskirch)
Wußten Sie schon? Nachrichten aus Astrophysik und Technik
Von Raketen und Satelliten

Heft 6 (1960) – 16 Seiten
Die Weltraumfahrt hat begonnen
Raumfahrttechnik ein neuer Industriezweig (Richard Koch, aus: Weltraumfahrt, das letzte große Abenteuer)
Atome mit Denkvermögen
Die Insel Utopia (Thomas Morus, aus: Utopia)
Kraftstationen einer anderen Welt (Edwin Balmer, Philip Wylie, aus: Auf dem neuen Planeten)
Fremde Raumschiffe über der Erde (Arthur C. Clarke, aus: Die letzte Generation)
Wußten Sie schon? Nachrichten aus Astrophysik und Technik
Phobos ein künstlicher Marssatellit? (Joachim Cherek)

Werbematerial und Prospekte
Bestellkarte für Die Welt von morgen / Versandumschlag für Die Welt von morgen / Faltprospekt für die Romane aus der Welt von morgen

Utopisch-technische Zukunftsromane im Verlag und Vertrieb der Gebrüder Weiß
Erläuterungen / Romane aus der Welt von morgen / Besprochene Sachbücher / Utopische Taschenbücher / Restbestände der Romane von Freder van Holk aus dem Bielmannen-Verlag / Bildteil
 

Musterseiten





 

[Zurück nach oben]

Aus dem Vorwort
Mitte der 1960er Jahre, als ich als Jugendlicher begann, mich neben den vorwiegend in Heftform erschienenen Zukunfts- oder Science-Fiction-Romanen (Uto pia-Zukunftsroman, Utopia-Großband, Terra, Perry Rhodan) endlich auch für „richtige“ Bücher auf diesem Gebiet zu interessieren, stieß ich u. a. in der „Grab belkiste“ eines Kaufhauses (also im „modernen Antiquariat“) auf die Utopischen Taschenbücher des Gebr.-Weiß-Verlags, die dort neben zahlreichen Humboldt-Taschen büchern preiswert angeboten wurden. So wurde ich über die in den Taschenbüchern (Unternehmen Neptun von David Duncan, SOS von der Venus von Alexander Robé, Gefahr aus dem Weltall von Richard Daumann) enthaltenen Werbeanzeigen auf die gebundenen Romane aus der Welt von morgen aufmerksam, die damals schon nicht mehr im regulären Buchhandel, sondern auch nur noch im „modernen Antiquariat“ angeboten wurden.

Die im Anhang enthaltene Zusammenstellung der Weiß- und Bielmannen-Bücher geht auf die sehr informative SF-Leihbuch-Datenbank (www.sf-leihbuch.de) zurück, die neben farbigen Umschlagbildern zahlreiche weitere Daten und Hinweise enthält.
Um auf meine erste Begegnung mit einem Roman aus der Welt von morgen zurückzukommen: Dem Buch hatte eine Karte („Gutschein“) beigelegen, mit der man Die Welt von morgen, die „Zeitschrift für die Freunde technischer Zukunftsromane (science fiction)“ kostenlos (!) beim Verlag anfordern konnte. Natürlich schickte ich die Karte sofort ab. Aber wie groß war die Enttäuschung, als statt der ersehnten Zeitschrift nur ein Faltprospekt kam. Die Zeitschrift war längst eingestellt worden.
Erst vor einigen Jahren wurde mir die Zeitschrift (6 Hefte aus 6 Jahren mit zwischen 8 und 16 Seiten Umfang), mit Buchauszügen und anderen Texten versehen und reich illustriert von Bernhard Borchert, in Kopien bekannt. Da Die Welt von morgen kaum noch erreichbar ist (die erhaltenen Exemplare sind fest in Sammlerhand), habe ich mich entschlossen, in Zusammenarbeit mit einigen Sammlern einen Nachdruck herauszugeben. Die Bildbearbeitung musste viel leisten: Die Originale sind oft gelocht, geknickt, gebräunt oder schlecht gedruckt, Daher konnte teilweise nur ein unbefriedigendes Ergebnis erreicht werden.
Ich bedanke mich bei Heinz J. Galle, Hans-Reinhard Kühnreich und Michael Peters, die mit Druckvorlagen, Bildern und weiteren Informationen geholfen haben. Und ganz besonders bedanke ich mich bei der Erbengemeinschaft Bernhard Borchert, insbesondere bei Frau Brigitta Borchert-Scheide, für die Druckerlaubnis für die von Bernhard Borchert illustrierten Hefte der Welt von morgen und für die Schutzumschlag- und Umschlagzeichnungen.

[Zurück nach oben]

Editorische Hinweise
Die Kundenzeitschrift Die Welt von morgen erschien im Großformat von ca. 21,3 x 29,9 bis 23,0 x 31,8 cm und war auf Zeitungspapier in der Regel einfarbig, teilweise (Außen- und/oder Innen-Doppelseiten) schwarz und blau gedruckt. Der Druck war unregelmäßig, teilweise sehr blass, teilweise sehr stark, sodass manche Zeilen fast grau oder unsauber-verschmiert waren. Da die Zeitschrift überwiegend auf dem Postweg verbreitet wurde, haben die wenigen noch erhaltenen Exemplare in der Mitte einen Knick, der oft zu Brüchen und daher Textverlusten geführt hat. Diese Mängel und auch altersbedingt entstandene Beschädigungen und Verschmutzungen an den aus mehreren Quellen zusammengestellten Originalen wurden nach Möglichkeit über die Bildbearbeitung ausgeglichen, insbesondere wurden die durch Lochung fehlenden Buchstaben oder Worte durch eine dem Original weitgehend entsprechende Druckschrift ersetzt. So konnte ein insgesamt gerade noch vertretbares Ergebnis (insbesondere bei den Fotos) erzielt werden, das aber einem sterilen Neusatz immer noch vorzuziehen ist. Der Nachdruck erfolgt aus technischen Gründen leicht verkleinert. Die blauen Bereiche in Überschriften und Bildern (gezeichnet von Bernhard Borchert) erscheinen hier in der Regel grau, teilweise (bei sehr dunklem Blauton) auch in schwarz. Die Hefte waren nur vereinzelt paginiert. Die Zuordnung zu den Heftseiten und zur Gesamtseitenzählung ist aus dem Inhaltsverzeichnis ersichtlich.
Die von Wilhelm Borchert gezeichneten Schutzumschlag- und Umschlagbilder werden mit freundlicher Erlaubnis der Erbengemeinschaft Bernhard Borchert wiedergegeben. Die verkleinerten Bilder und die bibliografischen Angaben im Anhang sind der SF-Leihbuch-Datenbank (www.sf-leihbuch.de) entnommen worden.
Die Bücher waren in Leinen (teilweise auch parallel in Halbleinen) mit Prägeaufdruck gebunden und mit Schutzumschlägen versehen. Entsprechendes gilt für die aus dem Bielmannen-Verlag übernommenen Bücher von Freder van Holk. Die Utopischen Taschenbücher hatten einen Glanzkartoneinband.

Über Bernhard Borchert
Bernhard Wilhelm Borchert wurde 1910 in Riga (Lettland) als zweiter Sohn des Künstlerehepaars Bernhard Christian Carl Borchert (1862–1945) und Eva-Margarete Borchert geb. Schweinfurth (1878–1964) geboren. Er starb 1971 in Berlin. Nach dem Studium der Kunst und Grafik an der Hochschule für bildende Künste Berlin (H. f. b. K.) bis 1939 heiratete er die Deutsch-Baltin Edith Alix von Baer. Das Ehepaar bekam drei Kinder.
1939 wurde Bernhard Borchert als Sanitätsfahrer zur Wehrmacht einberufen. Von 1943–1947 befand er sich in sowjetischer Kriegsgefangenschaft.
Ab 1947 war er als Gebrauchsgrafiker in Berlin tätig. 1949 wurde er von Karl Hofer an die H. f. b. K. Berlin berufen und dort zum ordentlichen Professor ernannt. Er lehrte elementares Zeichnen nach der Natur für die angewandte und freie Abteilung. Daneben arbeitete er weiterhin als freischaffender Künstler, und zwar in großem Umfang für den Verlag der Gebr. Weiß in Berlin-Schöneberg und dessen Buchreihen, insbesondere für die in der damaligen Zeit herausragenden Reihen Romane aus der Welt von morgen und Utopische Taschenbücher, in denen von 1949–1962 insgesamt 90 utopisch-technische Zukunftsromane deutscher, amerikanischer, britischer, französischer, tschechischer und russischer Autoren erschienen. Hier zeichnete er neben den Umschlagbildern der Utopischen Taschenbücher fast sämtliche Schutzumschläge für die in Leinen oder Halbleinen gebundenen Bücher und gestaltete auch die Einbandprägungen der Romane aus der Welt von morgen.
Der Gebr.-Weiß-Verlag gab von 1955–1960 als Werbemittel die anfangs kostenlose Hauszeitschrift Die Welt von morgen heraus, die hier nach etwa zwei Generationen wieder zugänglich gemacht wird. Diese Hefte wurden durchgehend mit Zeichnungen von Bernhard Borchert illustriert, der damit neben den Buchreihen auch dieser Zeitschrift und damit dem Verlag sein über Jahrzehnte charakteristisches Gesicht gab.
Die in diesem Sammelband farbig wiedergegebenen Schutzumschlagbilder können, auch wenn sie stark verkleinert sind, einen Eindruck von der damaligen Wirkung vermitteln und sollen die Bedeutung Bernhard Borcherts für die Einführung seriöser Science Fiction im deutschsprachigen Raum herausstellen.
Bernhard Borchert und seine Frau haben drei Kinder, Brigitta Borchert-Scheide und Uliane Borchert (beide Malerinnen) und Bernhard Konrad Borchert (Innenarchitekt), die sich auf ihrem Tätigkeitsgebiet alle einen guten Namen erwerben konnten.
Aber auch in der darauf folgenden vierten Generation setzt sich mit Katja Borchert und Eva Caroline Brigitta Scheide (verheiratet mit dem Bildhauer und Kunstwissenschaftler Bertrand Freiesleben) die Tradition der Künstlerfamilie Borchert fort. Eine eindrucksvolle Würdigung bedeutete die Ausstellung „Vier Generationen der deutsch-baltischen Künstlerfamilie Borchert“ im Sommer 2010 in der lettischen Hauptstadt Riga.

[Zurück zur Startseite] - [Zurück nach oben]