Schriften über die Hohlwelttheorie
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Über Paul Alfred Müller

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Umschlagbild der Neuausgabe
Kosmozentrische
Bewegungsgesetze (1957)
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Der Mikrokosmos (1961)
Musterseiten
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Paul Alfred Müller
Schriften über die Hohlwelttheorie
aus den Jahren 1946–1961
Inhalt: Revolution des Geistes (1946) | Warum halten wir das kosmozentrische Weltbild für richtig (1957) | Kosmozentrische Bewegungsgesetze (1957) | Der Mikrokosmos (1961)
Broschüre, 142 Seiten, 32 Abbildungen, Vorbemerkungen, Anhang

Das Buch ist in Vorbereitung für Dezember 2014. Vorbestellungen werden gern entgegengenommen.
15,00 € — ISBN 978-3-940679-90-1

> Über Paul Alfred Müller (alias Lok Myler, Freder van Holk u. a.)

Über das Buch

Inhaltsverzeichnis

Vorbemerkungen
REVOLUTION DES GEISTES (1946)
WARUM HALTEN WIR DAS KOSMOZENTRISCHE WELTBILD FÜR RICHTIG? (1957)
KOSMOZENTRISCHE BEWEGUNGSGESETZE (1957)

a. Die Beobachtung
b. Die heliozentrische Theorie
c. Die kosmozentrische Theorie
d. Die Bewegungsgesetze
e. Störungen
DER MIKROKOSMOS (1961)
[Einleitung]
1. Das Elektron
2. Elektronenbindungen
3. Elektronenketten
4. Das Meson
5. Das Neutron
6. Das Proton
7. Das Atom
8. Das Periodische System der Elemente
Anhang: Dokumentation zur sog. ‚Sputnik-Wette“, Werbung der „Gesellschsft für Erdweltforschung“

Nochmals eine notwendige Klarstellung

Wie schon in den Vorbemerkungen zur Neuausgabe [1] der Schriften Kritik der Hohlwelttheorie [2] und Welträtsel Universum [3] möchten wir Herausgeber vorsorglich klarstellen, warum die 1946, 1957 und 1961 erschienenen theoretischen Schriften Müllers zur sog. „Hohlwelttheorie“ nach so langer Zeit wieder veröffentlicht werden:
     Wir wollen damit keine Propaganda für diese heute kaum noch bekannte und den meisten Menschen als wunderlich erscheinende Theorie verbinden. Die Wiederveröffentlichung der Texte erfolgt allein aus dem Grund, um den Lesern der utopischen Romane von P. A. Müller alias Lok Myler, Freder van Holk und Werner Keyen Gelegenheit zu geben, die Gedankenwelt kennenzulernen, in der sich der Autor beim Schreiben seiner „Hohlweltromane“ bewegt hat. Es soll verdeutlicht werden, dass Müller hier nicht, wie viele seiner Schriftstellerkollegen, einfach eine fiktive Alternativ- oder Parallelwelt erdacht und seine Erzählhandlungen hineingesetzt hat, sondern dass er davon überzeugt war, im Sinne der Hohlwelt-Vertreter erklärend-aufklärend tätig zu sein und damit auf unterhaltende Weise „für die Wahrheit“ zu werben.
     Erst wenn man seine theoretischen Schriften, insbesondere sein Hauptwerk Welträtsel Universum, kennt, wird deutlich, wie ernst es Müller mit diesem „neuen Weltbild“ war. Mehr wollen wir Herausgeber mit der Wiederveröffentlichung nicht erreichen, vor allem nicht Argumente und Gegenargumente der Vertreter des etablierten kopernikanischen und des sogenannten „kosmozentrischen“ Weltbilds diskutieren. Die Gründe liegen auf der Hand:
     Beide Systeme haben ihnen eigene Axiome, also Grundannahmen, die die Basis für das jeweilige Weltbild bilden. Auf der Grundlage der Axiome des einen Weltbildes kann man gegenüber den Anhängern des anderen Weltbildes das eigene nicht beweisen und das andere (das abweichende, meist entgegengesetzte Axiome hat) nicht wiederlegen. Es ist nämlich so, dass beide Theorien bei entsprechender Weiterentwicklung mit unseren Erfahrungen in Einklang zu bringen sind: Auch die nach 1957 und 1969 in ihren Axiomen ergänzte Hohlwelttheorie lässt Erdsatelliten und Mondreisen zu; man braucht sich nicht einmal in Fälschungs- oder andere Verschwörungstheorien zu flüchten.
     Das Thema soll hier nicht weiter vertieft werden. Wegen weiterer Informationen zur Hohlwelttheorie und ihrer Entwicklung verweisen wir auf die Vorbemerkungen zur Neuausgabe von Welträtsel Universum.
     Wir Herausgeber fühlen uns jedenfalls in der „kopernikanischen“ Welt „zu Hause“ und vermissen kein anderes Weltbild. Jeder kann es damit halten wie er will; in Schule, Studium und Beruf sollte man sich allerdings genau überlegen, ob sich das dauernde „Schwimmen gegen den Strom“ lohnt. Wir empfehlen daher, die Hohlwelt in Müllers Romanen als fiktive durchstrukturierte Alternativ- oder Parallelwelt zu verstehen.

Theoretische Schriften

Neben Welträtsel Universum hat P. A. Müller auch weitere theoretische Schriften verfasst. Es begann mit der Streitschrift Kritik der Hohlwelttheorie [4], die er 1940 verfasst hatte. Nach seinem theoretischen Hauptwerk Welträtsel Universum veröffentlichte Müller im Rahmen seiner Mitgliedschaft in der „Gesellschaft für Erdweltforschung“ (vorher „IN-Club“ genannt) mit Sitz an seinem Wohnort Murnau am Staffelsee u. a. die Schriften Bewegungsgesetze und Entfernungen im Geokosmos (1955) [5], in überarbeiteter Fassung 1957 neu veröffentlicht unter dem Titel Kosmozentrische Bewegungsgesetze [6], und (als Zusammenfassung des unveröffentlicht gebliebenen Manuskripts „Welträtsel Materie“) 1961 Der Mikrokosmos [7]. Ebenfalls 1957 erschien ein von Müller verfasstes Informationsheft mit dem Titel Warum halten wir das kosmozentrische Weltbild für richtig? [8], das gegen eine Schutzgebühr von 0,20 DM abgegeben wurde. Diese Schrift wurde übrigens von J. H. Tonn ins Englische übersetzt und von der Gesellschaft für Erdweltforschung unter dem Titel Why Do We Believe the Cosmocentric Theory to Be Right? [9] für den englischsprachigen Raum herausgegeben. Diese Schrift ist, trotz anderweitiger Behauptungen [10], neben dem von Robert A. J. Zielschot (einzigen) ins Niederländische übersetzten Heft 1 der SUN-KOH-Serie [11] die bisher einzige fremdsprachige Veröffentlichung Müllers!
     Schon 1946 erschien ein inzwischen weithin in Vergessenheit geratener Zeitschriftenbeitrag mit dem Titel Revolution des Geistes [12], in dem Müller einige Gedanken aus seinem 1949 erschienenen theoretischen Hauptwerk Welträtsel Universum und aus den Manuskripten der nicht mehr erschienenen, von ihm in einer Buchreihe „Forschung und Wissenschaft“ geplanten Nachfolgewerke „Welträtsel Materie“, „Welträtsel Leben“ und „Welträtsel Mensch“ vorwegnahm und in dem er insbesondere die Hohlwelttheorie als „neu“ und „revolutionär“ vorstellte. Die Redaktion hatte dem Aufsatz (vorsorglich?) die folgende Erklärung vorangestellt: „Die Veröffentlichung dieses Aufsatzes ist gerechtfertigt durch den erfreulich frischen Wind, der in ihm weht.“
     Abschließend gebietet es die Fairness gegenüber P. A. Müller, noch einmal ausdrücklich darauf hinzuweisen, dass die Texte zwischen 1946 und 1961, also vor mehr als 50 bzw. fast 70 Jahren, erschienen sind und nicht den heutigen Kenntnisstand berücksichtigen konnten, und ferner, dass alle Berechnungen (vor allem in Kosmozentrische Bewegungsgesetze) ohne Taschenrechner oder gar Computer vorgenommen worden sind. Andererseits muss man aber auch feststellen, dass er bis an sein Lebensende an seiner Überzeugung festgehalten hat, indem er die von ihm vertretene Theorie mit den neuen Erkenntnissen und Erfahrungen durch „Anpassung“ in Einklang zu bringen versuchte. Beispielhaft mag dafür der Ausgang der von ihm initiierten „Sputnik-Wette“ und seine Reaktion auf die seit 1957 gestarteten künstlichen Erdsatelliten stehen. (Siehe die Dokumente hierzu im Anhang.)

Editorische Hinweise

Dem vorliegenden Sammelband liegen die folgenden Veröffentlichungen zugrunde:

1. Paul Alfred Müller-Strasser: Revolution des Geistes. In: DEUTSCHE RUNDSCHAU (Berlin: Verlag Deutsche Rundschau), 69. Jg., Heft 7 (Oktober 1946), S. 27–31
2. [P. A. Müller-Murnau]: Warum halten wir das kosmozentrische Weltbild für richtig? München: Gesellschaft für Erdweltforschung 1957. 7 S., 1 Abb.
3. P. A. Müller-Murnau: Kosmozentrische Bewegungsgesetze. Murnau: Gesellschaft für Erdweltforschung 1957. 38 S., 4 Abb.
4. P. A. Müller-Murnau: Der Mikrokosmos. Murnau: Gesellschaft für Erdweltforschung 1961. 31 S., 10 Abb.

     Der Text selbst ist, da es sich nicht um Erzählungen, sondern um (wenn auch „grenzwissenschaftliche“) Sachliteratur handelt, hinsichtlich der Rechtschreibung einschließlich der Zeichensetzung unangetastet geblieben. Offensichtliche Drucksatzfehler im Original sind stillschweigend berichtigt worden. Aus technischen Gründen erfolgte die Silbentrennung nach den seit 1996 geltenden neuen Regeln. Im Original fett oder gesperrt gesetzte Texte werden hier entsprechend wiedergegeben. Bei der Wiedergabe einiger Abbildungen waren Qualitätsverluste leider nicht zu vermeiden.
     Wir hoffen, dass diese Neuausgabe dazu beiträgt, den in mehrfacher Hinsicht außergewöhnlichen Menschen und Schriftsteller Paul Alfred Müller und seine Werke vor dem Vergessen zu bewahren, auch wenn es oft schwer fällt, seinen Gedankengängen in diesem Buch zu folgen.

Heinz J. Galle / Dieter von Reeken.

Anmerkungen:
1) Paul Alfred Müller: Welträtsel Universum. Schriften über die Hohlwelttheorie, Zukunftsromane und die Relativitätstheorie aus den Jahren 1940–1959. Lüneburg: von Reeken 2011.
2) P. A. Müller: Kritik der Hohlwelttheorie. Frankfurt am Main: Schirmer & Mahlau 1940.
3) P. A. Müller-Murnau: Welträtsel Universum. Astronomie im Kreuzverhör. Eine kritische Untersuchung. München: Bielmannen 1949.
4) Siehe Anm. 5.
5) P. A. Müller-Murnau: Bewegungsgesetze und Entfernungen im Geokosmos. Murnau: Gesellschaft für Erdweltforschung 1955.
6) P. A. Müller-Murnau: Kosmozentrische Bewegungsgesetze. Murnau: Gesellschaft für Erdweltforschung 1957.
7) P. A. Müller-Murnau: Der Mikrokosmos. Murnau: Gesellschaft für Erd welt for schung 1961.
8) [P. A. Müller-Murnau]: Warum halten wir das kosmozentrische Weltbild für richtig? München: Gesellschaft für Erd welt for schung 1957.
9) [P. A. Müller-Murnau]: Why Do We Believe the Cosmocentric Theory to Be Right? München: Gesellschaft für Erd welt for schung 1957.
10) So behauptete etwa 1961 die UTOPIA-Redaktion: „Seine [Freder van Holks, also P. A. Müllers] Zukunftsromane sind in viele Sprachen übersetzt und auf der ganzen Welt bekannt.“ Vgl. Freder van Holk: Weltraumstation Nr. 1. 1. Teil (Utopia-Zukunftsroman 294 I). Rastatt: Pabel 1961, Umschlagseite 2. – P. A. Müller bzw. „Freder van Holk“ war insofern „Leidensgenosse“ von Hans Dominik, dessen Auflagenerfolge ebenfalls nahezu ausschließlich auf den deutschsprachigen Raum beschränkt waren.
11) Freder van Holk: Een man valt uit de hemel (SUN KOH – ERFGENAAM VAN ATLANTIS 1). Heerlen: RAJ Publications 1976.
12) Paul Alfred Müller-Strasser: Revolution des Geistes. In: DEUTSCHE RUNDSCHAU (Berlin: Verlag Deutsche Rundschau), 69. Jg., Heft 7 (Oktober 1946), S. 27–31.
 

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