Jakob Bleymehl: Beiträge zur Geschichte und Bibliographie der utopischen und phantastischen Literatur
[Zurück zur Startseite]

á
Einbanddeckel d. Erstausgabe
Einbanddeckel d. Neuausgabe
â

 

Jakob Bleymehl
Beiträge zur Geschichte und Bibliographie der utopischen und phantastischen Literatur
Nachdruck der Erstausgabe 1965 im Neusatz
Broschüre, 257 Seiten, 2 Fotografien, 8 Reproduktionen, Vorwort von Prof. Gerhard W. Bleymehl, Anhang
17,50 € — ISBN 978-3-940679-88-8

Inhalt
Aus den Vorbemerkungen
Musterseiten

Zurück zum Seitenanfang

Inhalt:

Vorwort zur Neuausgabe
Editorische Hinweise des Herausgebers

Vorwort [1965]

TEIL I
Morgendämmern
Gottesstaat und Tausendjähriges Reich
Utopia
Eutopia
Dystopia
Laputa und Balnibarbi
Robinson und Felsenburg
Ikaros, Dädalos und Kapitän Nemo
Ad Astra
Zukünftiges, Zeitreisen
Utopischer Archipelagos, Selige Inseln
Dya Na Sore, Elfenbeinturm, Shangri La
Merkwürdiges Land Aipotu
Muspilli, Ragnarök
Was wäre, wenn …
Homo superior
Ausblicke

TEIL II
Chronologie
Bibliographie
Sekundär-Literatur
Nachträge

ANHANG
Titelliste der „Sammlung Antares“

Auszüge aus den editorischen Vorbemerkungen:

Im Juni 1964 begann der in Fürth/Saar lebende langjährige Sammler utopisch-phantastischer Literatur, Jakob Bleymehl (* 1908 Fürth/Saar, † 1975 Ottweiler/Saar) mit der Herausgabe der „Sammlung Antares“, einer im Spiritus-Umdruck-Verfahren (die – preiswerten – Reproduktionsmöglichkeiten waren damals noch nicht so entwickelt wie heute) in Kleinstauflage hergestellten Reihe von insgesamt 30 Neuausgaben utopisch-phantastischer Romane und Erzählungen.
     Im Rahmen dieser Reihe erschien 1965 als Band 18 das sekundärliterarische Buch Beiträge zur Geschichte und Bibliographie der utopischen und phantastischen Literatur. Dieser von Jakob Bleymehl verfasste Band im Umfang von 352 Seiten enthielt u. a. eine Chronologie der utopischen Werke zwischen 800 v. Chr. und 1948. Außerdem bot das Buch eine für die damalige Zeit umfangreiche Bibliografie und auf mehr als 50 Seiten eine Zusammenstellung von (Sach- und) Sekundärliteratur.
Angesichts der Herstellung als Spiritus-Umdruck in teilweise unbefriedigender Vervielfältigungsqualität fand das damals bahnbrechende Werk leider nicht die verdiente Verbreitung und wird heute zwar von Fachleuten gern und mit Lob zitiert, ist aber nur in wenigen öffentlichen Bibliotheken erreichbar; der größte Teil der Exemplare befindet sich, sofern nach so langer Zeit noch vorhanden und nicht verblasst, in Sammlerhänden.
     Nachdem seit der Erstausgabe 1965 ca. 50 Jahre und dem Tode des Verfassers ca. 40 Jahre vergangen sind und inzwischen neue Druckverfahren zu vertretbaren Preisen auch für Kleinauflagen zur Verfügung stehen, ist es an der Zeit, dies wichtige Werk in gut lesbarer Ausführung wieder und auf breiterer Basis zugänglich zu machen. Ich freue mich daher, dass die Kinder Jakob Bleymehls (Christa Schmidt geb. Bleymehl, Gerhard W. und Wieland M. Bleymehl) einer Neuausgabe zugestimmt und ein Vorwort sowie zwei Fotografien zur Verfügung gestellt haben. Auf diese Weise wird Jakob Bleymehl, wenn auch mit erheblicher Verspätung, die ihm endlich gebührende Anerkennung für seine Arbeit zuteil.
     Leider ist der Druck (also die violette bzw. hellgrüne Spiritus-Umdruck-Vervielfältigung) im Original so blass, unterschiedlich stark oder undeutlich (vergleiche die im vorliegenden Buch enthaltenen Faksimiles), dass eine Übernahme des Textes durch ein Texterkennungsprogramm nicht in befriedigender Weise möglich war. Ein reprografischer Nachdruck wäre angesichts der mangelhaften Qualität des Originals nur mit sehr großen Einschränkungen möglich gewesen und hätte zu einem unzumutbaren Ergebnis geführt. Der Herausgeber musste also den gesamten Inhalt manuell erfassen, also abschreiben, was einen erheblichen Zeitaufwand bedeutet hat.
     Der Text ist, auch hinsichtlich der Rechtschreibung einschließlich der Zeichensetzung, trotz vieler typografischer Unzulänglichkeiten (insbesondere unterschiedlich verwendete Abkürzungen, oft frei stehende Anführungszeichen, reichliche Verwendung des Doppelpunktes und Kombination von Komma und Gedankenstrich) sowie inhaltlicher Fehler mit folgenden Ausnahmen unverändert geblieben:
     Es wurde erwogen, angesichts der heutigen typografischen Möglichkeiten (Fett- und Kursivschrift, Kapitälchen, verschiedene Schriftgrößen) gegenüber den eingeschränkten Möglichkeiten der mechanischen Schreibmaschinen in den 1960er Jahren den Text entsprechend neu zu formatieren. Dies ist bewusst unterblieben, da es einen erheblichen Eingriff in die Textgestalt bedeutet hätte; lediglich in den Bibliografien wurden die Verfassernamen in Fettschrift gesetzt. Die Umstellung von der nicht-proportionalen Schreibmaschinenschrift auf proportionale Schrift (Baskerville Standard) erscheint dagegen vertretbar und im Interesse einer leichteren Lesbarkeit sogar als geboten.
     Ebenso wurde erwogen (und verworfen), die inzwischen erkannten Fehler und Lücken, insbesondere in der Chronologie und Bibliographie, zu berichtigen bzw. zu ergänzen; dies hätte einen sehr großen Arbeitsaufwand bedeutet und zu einer fast völligen Neufassung geführt, was dem Charakter einer Dokumentation des Originalwerks widersprochen hätte. Es sei stattdessen auf die in der Anmerkung auf S. 9 genannten aktuelleren Werke verwiesen.
     Soweit der Originaltext z. B. bei Jahreszahlen und Verfassernamen als Wiederholungszeichen Anführungszeichen („Gänsefüßchen“) enthält, wurden diese in der vorliegenden Ausgabe zur besseren Lesbarkeit durch ausgeschriebene Zahlen oder Namen ersetzt. Der oft verwendete Genitiv-Apostroph vor dem „s“ ist durchgehend gestrichen worden (aus „Plato’s Staat“ wurde also „Platos Staat“ usw.). Ganze Sätze wurden nach einem Doppelpunkt mit einem Großbuchstaben begonnen, offenbar fehlende falsche Satzzeichen wurden eingefügt bzw. ersetzt. Soweit vor oder nach einem Wort oder einer Zahl ein Satzzeichen vor oder nach einem Leerzeichen steht oder wechselnd nicht steht, ist die Schreibweise vereinheitlicht und ist der Text (teilweise) berichtigt und ergänzt worden. Aus

     A c h e r m a n n,F.H. : Der Antichrist . Zukunftsroman.1.A.Olten-Schweiz. 1939. 217 S.

wurde also z. B.

     Achermann, F. H.: Der Antichrist. Zukunftsroman. Olten (Schweiz): Walter, 1. Aufl. 1939, 217 S.

Schließlich wurden die zeitliche bzw. alphabetische Reihenfolge in der Chronologie und Bibliografie berichtigt und offenbar fehlende Wörter (kenntlich gemacht durch [eckige] Klammern) eingefügt.
 

Zurück zum Seitenanfang

Musterseiten 16/17, 98/99

Zurück zum Seitenanfang