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Camille
Flammarion
Das Ende der Welt
Nachdruck der 1895 in Otto Rieckers Buchhandlung (Ernst
Haug) in Pforzheim erschienenen, mit Genehmigung des Verfassers von Karl Wenzel ins
Deutsche übertragenen deutschen Ausgabe im Neusatz, herausgegeben von Dieter von Reeken.
Originaltitel: La Fin du monde, Paris: E. Flammarion, 1894. Broschüre, 285 S.,
Vorbemerkungen des Herausgebers, Reproduktionen, 114 Illustrationen von
Laurens, Rochegrosse, Bayard, Robida, Schwabe, Grasset, Saunier, Merwart, Vogel, Bach,
Guillonnet, Rudaux, Myrbach, Chovin und Méaulle.
27,50 ISBN 978-3-940679-02-4
Inhaltsübersicht
Vorbemerkungen des Herausgebers mit
Reproduktionen aus den Originausgaben 1894 und 1895
Erster Teil Im
fünfundzwanzigsten Jahrhundert Die Theorien
I. Die Drohung des Himmels
II. Der Komet
III. Die Sitzung des Instituts
IV. Wie die Welt untergehen wird
V. Das vatikanische Konzil
VI. Der Glaube an den Untergang der Welt durch alle Zeiten hindurch
VII. Der Zusammenstoß
Zweiter Teil In zehn Millionen
Jahren
I. Die Entwickelungsstufen der Zukunft
II. Die Verwandlungen
III. Der Höhepunkt
IV. Alles ist eitel
V. Omegar
VI. Eva
VII. Der letzte Tag
Epilog Nach dem Ende der Erdenwelt
Das Ende der Welt
Das Ende der Welt ist
ein Weltuntergangs-Roman der besonderen Art: Im ersten Teil wird eine kosmische
Katastrophe, herbeigeführt durch den Zusammenstoß eines Kometen mit der Erde,
geschildert. Bei dieser Gelegenheit geht der Verfasser auf die theoretischen Hintergründe
ein und gibt einen Überblick über die Geschichte des Weltuntergangs-Glaubens. Im zweiten
Teil entwickelt Flammarion die Entwicklung der Welt (der Erde) nach der Katastrophe und
schildert den Zustand einer zehn Millionen Jahre in der Zukunft bestehenden Welt. Hier
vollzieht sich dann tatsächlich das Ende der Welt, soweit es das Ende des physischen
Lebens auf der Erde betrifft. Ein Epilog gibt schließlich einen Ausblick auf die weitere
Evolution der Menschheit im nicht-physischen, im seelischen Bereich.
Wie schon in Urania
hat Flammarion auch in Das Ende der Welt versucht, seine astronomischen, vor
allem aber auch seine philosophischen und parapsychischen Vorstellungen zu popularisieren.
Und ebenso wie schon in Urania scheint ihm dies hier weniger gut gelungen zu sein als in
seinen zahlreichen, meist populärwissenschaftlich gehaltenen Sachbüchern. Eine
Identifikation mit den auftretenden Figuren will nicht gelingen, denn sie bleiben, bis auf
die Gestalten des Omegar und der sterbenden Eva am Ende des zweiten Teils durchweg anonym.
Parallelen zu den weit
ausgreifenden Zukunftsentwürfen Olaf Stapledons scheinen daher nahe zu liegen. Allerdings
teilen diese Werke das Schicksal der Romane Flammarions: Sie waren und sind nicht
populär, sondern sind vorwiegend Gegenstand literaturwissenschaftlicher Untersuchungen.
In jüngster Zeit ist sich
die Menschheit allerdings der Gefahren eines Kometen- oder Asteroiden-Einschlags zunehmend
bewusst geworden; entsprechende Erzählungen und Katastrophen-Spielfilme belegen dies. Und
auch der nebenstehende Textauszug klingt irgendwie recht aktuell ... So ist dieser
alte Roman vielleicht doch wieder aktuell und lesenswert.
Die deutsche Erstausgabe
war, wie schon erwähnt, ohne die in den französischen Ausgaben erschienenen Abbildungen
erschienen. Da der Originaltext an einigen Stellen auf Abbildungen Bezug nimmt (so z. B.
bei der Erläuterung von Grafiken mit Darstellung von Umlaufbahnen), sind diese
Textpassagen in die deutsche Erstausgabe nicht übernommen worden. Die vorliegende Ausgabe
enthält neben den Abbildungen auch die Bildunterschriften und die vielen ausgelassenen
Textpassagen erstmals in deutscher Übersetzung. Dadurch wird der Nachdruck zur
ersten vollständigen deutschen Ausgabe.
© Copyright 2006 Dieter
von Reeken
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