Erlebte
Vergangenheit und gestaltete Zukunft
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| Heinz J. Galle Erlebte Vergangenheit und gestaltete Zukunft Kindheit und Jugend im Kriegs- und Nachkriegsdeutschland Erinnerungen und 25 Kurzgeschichten aus fünf Jahrzehnten Broschüre, 217 Seiten, 73 SW-Abb. Ein persönliches Erinnerungsbuch, das durch die Kurzgeschichten im zweiten Teil (überwiegend SF, teilweise Satiren) auch Weggefährten und SF-Fans der ersten Stunde interessieren könnte, weshalb es hier vorgestellt wird. 17,50 ISBN 978-3-940679-30-7 Musterseiten finden Sie weiter unten. |
Inhaltsverzeichnis
Vorbemerkungen
ERINNERUNGEN
I. Berlin Kindheit im NS-System
In der Wrangelstraße · Eine scheinbar unbeschwerte Kindheit trotz allem · Das
Winterhilfswerk · Der Krieg erobert den Alltag Die Gefahren des Luftkriegs erscheinen am
Horizont · Sirenen heulen, Bomben fallen · Die Kellerratten · Weihnachtsbäume einmal
anders · Frauen und Kinder von Bord
II. Spremberg Verwalteter Untergang
Die Evakuierten · Mit der Deutschen Reichsbahn auf Abenteuer-Urlaub
III. Bahrdorf Endstation in Niedersachsen
Exkurs · Das Sternenbanner weht über dem Ort · Kleine Diebe Neue Spielplätze ·
Einkaufen solange die Reichsmark gilt · Das Leben auf dem Dorfe · Spielzeug Marke
Eigenbau · Vom Feuersalamander zum Maikäfer · Mord und Totschlag? · Sex in the
City? · Wir sind die Eingeborenen von Trizonesien · Jetzt kommt das Wirtschaftswunder ·
Unterhaltung auf dem Lande
IV. Helmstedt Eine Welt tut sich auf
Leihbüchereien und Filmtheater · Die TARANTEL · Zorro, Tarzan und Konsorten · Eine
Lanze für William Boyd
V. Braunschweig Bill Haley und Science Fiction
Landfriedensbruch · Auf der GONDEL ins Reich des Jazz · Berlin ist eine Reise Wert ·
Science Fiction, Fandom und Fingerübungen
VI. Leverkusen Missionar oder Don Quijote?
Groschenhefte · Gesucht gefunden · Sisyphusarbeit?
Bücher von Heinz J. Galle
25 KURZGESCHICHTEN AUS FÜNF JAHRZEHNTEN
Editorische Hinweise
Er fiel vom Himmel (1959)
Vergebens (1959)
Doch was die innere Stimme spricht, das täuscht die hoffende Seele nicht (um 1960)
Endlich Frieden (um 1960)
Inkarnation (um 1960)
Man muss das Übel an den Wurzeln bekämpfen (um 1960)
Die Mitternachtsmesse (1960)
Der Späher (1960)
Punctum saliens (1960)
Gedanken-Karussell (1961)
Hunger (1961)
Sie waren wie Wachs in ihren Fängen (1961)
Tödliche Neugier (1961)
Abgrund ohne Brücken (um 1962)
Und zur Belohnung Einzelhaft! (1962)
Der unfreiwillige Ausflug (1962)
Fannisches Bestiarium (1962)
Manche mögen es nicht heiß (1962)
Alpha und Omega (1978)
Nomen est omen oder Der kluge Mann baut vor (1980)
Die unheimliche Verwandlung des lüsternen Fauns (1981)
Als Peras aus der Puppe brach (1982)
Hausse an der Heftbörse (1999)
Theorie und Praxis (2009)
Ultima Ratio (2009)
Aus den Vorbemerkungen
Sowohl im Bereich der Sortimenter als auch im Bereich des öffentlichrechtlichen
Fernsehens werden zurzeit die Erinnerungen der Kriegsgenerationen, vor allem die der
Kriegskinder, präsentiert, Reminiszenzen, die sich mit dem Zweiten Weltkrieg und seinen
Folgen beschäftigen. Jeder dieser Autoren glaubt, etwas Einzigartiges erlebt zu haben
was auch verständlich ist, denn die eigenen Erlebnisse haben sich tief ins
Gedächtnis eingegraben. Die Augenzeugen werden von Jahr zu Jahre weniger. In einigen
Jahren wird es kaum noch derartige Aufarbeitungen geben, denn selbst die damaligen
Erstklässler sind heute schon zwischen 70 und 80 Jahren alt. Wenn in hundert Jahren auf
diese dunkle, barbarische Epoche zurückgeblickt wird, werden die Berichte der
Augenzeugen wohl so unglaublich wie die Erzählungen aus
Tausend-und-einer-Nacht klingen. ...
Ein weiterer Beweggrund, der die älteren Menschen zur Feder
greifen lässt, ist das Anliegen, den heutigen Generationen Mut zu machen, ihnen vor Augen
zu führen, dass sie eigentlich glücklich sein können, in Frieden zu leben, dass nicht
jeden Tag ihr Leben in Gefahr ist oder sogar abrupt beendet wird, wie es damals der Fall
war. Derartige Memoiren rücken die Maßstäbe zurecht und machen die Entronnenen dankbar
für das Geschenk des Lebens.
Erfahrungen in Kindheit und Jugend prägen, sie hinterlassen Spuren; sie sind, mehr oder
weniger stark, bewusst oder unbewusst, wegweisend für die Zukunft der Betroffenen und
lassen sich oft im weiteren Leben und Wirken wiedererkennen. Meine damalige jugendliche
Begeisterung für die Zukunft, die natürlich eine in jeder Hinsicht bessere
sein sollte, weckte mein Interesse für die damals in Deutschland noch wenig bekannte
Science Fiction und machte mich früh zum sog. SF-Fan.
Neben zahlreichen Buchbesprechungen und Artikeln schrieb ich auch
viele Kurzgeschichten, in denen die Erfahrungen der Vergangenheit immer wieder mitklingen;
das gilt insbesondere für die Kurzgeschichte Alpha und Omega, die zusammen mit
24 weiteren Kurzgeschichten in den zweiten Teil dieses Buches aufgenommen worden ist. Die
Kurzgeschichten sind in mehreren Zeitschriften, Amateurzeitschriften (sog.
Fanzines) und Büchern erschienen und sind vielfach ein ernstes oder
satirisches Spiegelbild ihrer Entstehungszeit.



