Wie die Science Fiction Deutschland eroberte
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Heinz J. Galle
Wie die Science Fiction Deutschland eroberte

E
rinnerungen an die miterlebte Vergangenheit der Zukunft

Hardcover (laminierter Pappband, Kapitalband, Lesebändchen),  224 Seiten, 160 Abb., davon 68 farbig, 2 Tabellen, Quellen- und Literaturverzeichnis, Personenregister
30,00 €ISBN 978-3-940679-20-8

Aus dem Vorwort
Aus der Einleitung

Inhaltsverzeichnis

Vorwort und editorische Hinweise

Einleitung: Memoirenliteratur
1. Vom Zukunftsroman zur Science Fiction
     Science Fiction ist in der Gegenwart angekommen
     Was bedeutet der Terminus „Science Fiction“?
     Schon vor 1945 gab es Science Fiction in Deutschland
     Die Zeit von 1945–1949
     Das erste Jahrzehnt: Der Weltraum lockt
2. Die SF-Fans und ihre Welt
     Der erste deutsche Science-Fiction-Club
     Vom Wesen und Unwesen der SF-Conventions
     Links – da wo das Herz sitzt
     Mit „Transgalaxis“ durch die Bücherwelt
3. Vormarsch auf schmaler und breiter Basis
     Jakob Bleymehl und die „Sammlung Antares“
     Paul Alfred Müller alias Freder van Holk alias Lok Myler
     Aus der Welt von morgen
4. Science Fiction in den Leihbüchereien von 1948–1975
     Weltraumfahrt für 50 Pfennige
     Paul-Feldmann-Verlag
     Gebrüder-Zimmermann-Verlag
     Bewin-Verlag
     Reihenbuch-Verlag
     Autoren dieses Genres
     Leihbücher als Sammelobjekte
     Das Ende der Klarsichthüllen
5. Das SF-Taschenbuch beginnt seinen Siegeszug
     Bären-Bücher
     Die Bunte Reihe
     rororo-Taschenbücher
     Taschen-Junior
     Berliner Taschenbücher
     UTO-Zukunftsromane
     AWA-Taschenbücher
     Utopische Taschenbücher
     Ullstein-Verlag
     Walter-Lehning-Verlag
     Wilhelm-Heyne-Verlag
     Fischer-Verlag
     Erich-Pabel-Verlag
     Arthur-Moewig-Verlag
     Wilhelm-Goldmann-Verlag
     Und was es sonst noch gab …
     Tabelle: Taschenbücher mit SF-Titeln (1948–1970)
6. Verwelkte Blüten und Schwanengesang?
     Anabis. Ein Amateurmagazin auf dem Weg zur Professionalität
     Planet-Magazin – 6 … 7 … 8 … aus
     Reif fällt auf die Blütenpracht …
7. Das Haus mit den bunten Fenstern
     Science Fiction als Kunstobjekt und Table-top-Fotos
     Weltliteratur für eine Deutsche Mark
     Abenteuer des Kapitän Rob
     Ein Bild sagt mehr als tausend Worte
8.Die SF-Filme der 1950er und 1960er Jahre
     Ein Blick über den großen Teich
     Die SF-Filme der 1950er Jahre
     Das Buch zum Science-Fiction-Film
     Rettung durch 3-D-Effekt?
     Der SF-Film und sein Echo in der Öffentlichkeit
     Amerikanische und britische SF-Filme der 1960er Jahre
     Tabelle: SF-Filme aus den Jahren 1950–1970 (Auswahl)
     Wissenschaftliche Phantastik (UdSSR, CSSR, DDR)
     Nicht zuletzt: Die Raumpatrouille Orion
9. Die UFOs und die Science Fiction
     Das UFO-Phänomen – eine Massenpsychose?
     Bücher-Varianten
     UFO-Filme
     UFOs im Gewand des Heftroman
     UFOs im Bild
     Ufologie – im Reich der Gläubigen und Scharlatane

Bildteil

Quellen- und Literaturverzeichnis
Personenregister
Abbildungsnachweis

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Aus dem Vorwort

Nach seinem dreibändigen Standardwerk Volksbücher und Heftromane (2005/2006, Neuauflage 2009) und dem Almanach Zwischen Tecumseh und Doktor Fu Man Chu (2007) legt Heinz J. Galle nun ein weiteres Buch vor, das sich vor allem mit dem Einzug der Science Fiction in Literatur, Kunst, Film und Freizeitgestaltung („SF-Fandom“) in der Zeit nach 1945 in Westdeutschland befasst.
     Einige Themenbereiche sind schon in den genannten Büchern in unterschiedlicher Breite und Tiefe behandelt worden; das vorliegende Buch, das gleichzeitig auch ein Erinnerungsbuch ist, soll einige „weiße Flecke“ im breiten Themenspektrum decken und mehr oder weniger bekannte Themen aus teilweise verändertem Blickwinkel vertiefen und ergänzen. So kann dieser persönlich geprägte Bericht über die miterlebte „Vergangenheit der Zukunft“ den eindrucksvollen Darstellungen von Wolfgang Both, Hans-Peter Neumann und Klaus Scheffler über die Entwicklung in der SBZ/DDR (Berichte aus der Parallelwelt, 1998) und von Rainer Eisfeld über die Entwicklung in Westdeutschland (Die Zukunft in der Tasche, 2007) sowie den Biografien von Heiko Langhans über Walter Ernsting (Clark Darlton. Der Mann, der die Zukunft brachte, 2000) und Karl-Herbert Scheer (Karl-Herbert Scheer. Konstrukteur der Zukunft, 2001) und dem von Kurt Kobler herausgegebenen fünfbändigen Sammelwerk Kommandosache K. H. Scheer (2006–2008) an die Seite gestellt werden.

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Aus der Einleitung

In Deutschland wurde die Bezeichnung „Science Fiction“ erst nach Ende des Zweiten Weltkriegs langsam zu einem Begriff. Im Schlepptau der Science Fiction entstand, wie in Amerika, ein Fandom (also eine Fangemeinde), aus deren Mitte ebenfalls Autoren, Redakteure, Herausgeber, Agenten und Übersetzer hervorgingen. Von den jugendlichen Enthusiasten, die in den 1950er Jahren mit Begeisterung SF lasen und sich kommunikativ betätigten, weilen allerdings leider heute schon viele nicht mehr unter uns.
     Das vorliegende Thema behandelte teilweise schon Manfred Nagl in seinem 1972 erschienenden Werk Science Fiction in Deutschland. Mit dessen damaliger Einstellung der Science Fiction gegenüber gehe ich allerdings nicht immer konform.
     Leser aus den neuen Bundesländern werden ihre einschlägigen Jugenderinnerungen vermissen. Die Aufarbeitung der DDR-Verlage sollte aber in den Händen der Bewohner der ehemaligen DDR verbleiben, sie verfügen über das dazu notwendige Wissen. Zum Teil hat ja auch schon in der Vergangenheit die Aufarbeitung begonnen; ich erinnere nur an Dieter Spillers Katalog der DDR-Unterhaltungsliteratur (1995), an Hans-Peter Neumanns Die große illustrierte Bibliographie der Science Fiction in der DDR (2002) und an die Berichte aus der Parallelwelt von Wolfgang Both, Hans-Peter Neumann und Klaus Scheffler (1998).
     Ende 2007 erschien im Verlag Dieter von Reeken ein grundlegender deutscher Beitrag zu dieser Form von Sekundärliteratur: Die Zukunft in der Tasche, so lautet der Titel; er stammt aus der Feder Professor Dr. Rainer Eisfelds, der als Heranwachsender, wie der Verfasser dieser Zeilen, zu den eifrigen SF-Fans der ersten Stunde zählte.
Mit dem vorliegenden Buch möchte ich einen weiteren Baustein zu diesem „Haus der Erinnerungen“ beitragen. In vorliegenden Fall soll allerdings ein etwas anders strukturierter Rückblick auf die Pionierzeit der Science Fiction und auf ihre Leser und Fans gegeben werden. Es wird deutlich gemacht, dass sich hinter dem Begriff Science Fiction mehr verbirgt als nur Unterhaltungsliteratur. Die Gedankengänge der SF-Autoren befruchteten auch Filmregisseure, Spielwarenfabrikanten, Sammelbilderproduzenten, Comiczeichner, Werbeagenturen in toto – unser heutiges Leben.
Als Zeitgenosse und engagierter Leser will ich nicht die Fiktion aufrechterhalten, objektiv zu sein. Dieses Buch wurde auch nicht mit dem Anspruch geschrieben, alles besser zu wissen oder eine allgemeingültige Meinung zu vertreten – nein, dies ist eine rein subjektive Reminiszenz auf die Jugendzeit der SF-Bewegung. Der eine oder andere Leser und SF-Fan wird seinen Lieblingsautor oder sein Lieblingsbuch vermissen; nun, hier wird auch nicht der Versuch unternommen, Vollständigkeit anzustreben. Im Vordergrund steht eine nostalgische Rückschau auf gut zwei Jahrzehnte SF-Geschichte. Es soll dabei nicht gebeckmessert werden; einschlägige Erfahrungen haben gezeigt, dass Kitsch oder Schund durch die Zeit geadelt werden und die Öffentlichkeit sie daraufhin mit Wohlwollen betrachtet.
     Es ist mir bewusst, dass ich auf einem Seil balanciere, denn es wird angestrebt, dass das Buch sowohl die SF-Fans als auch Außenstehende anspricht. Das Buch muss auch nicht von vorn bis hinten in einem Zuge durchgelesen werde; es ist so aufgebaut, dass man beliebig darin blättern und sich fest lesen oder die Auswahl nach bestimmten Themen treffen kann. Also liebe Leserinnen und Leser, gehen Sie mit mir auf eine Zeitreise 50 Jahre zurück in die Vergangenheit.

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