Über Kurd Laßwitz
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Einbanddeckel

Dieter von Reeken (Hrsg.) · (Abt. III Bd. 2)
Über Kurd Laßwitz
 Tagebuch 1876–1883, Bilder, Aufsätze

 
Hardcover (laminierter Pappband, Kapitalband, Lesebändchen),
193 Seiten, 81 Abbildungen, Literaturhinweise
 
25,00 € — ISBN 978-3-940679-82-6

Inhaltsverzeichnis
Über das Buch

Tagebuch-Musterseiten 18/19 (Beginn, 1876
Bildteil-Musterseiten 94/95

Inhaltsverzeichnis

Vorbemerkungen des Herausgebers

Dieter von Reeken:
     Kurd Laßwitz – Lebensdaten

Kurd Laßwitz:
     Lebenslauf (Gotha, Mai 1898)
     Tagebuch (Gotha, 1876–1883)

Max Kalbeck:
     Kurd Laßwitz. Zum 60. Geburtstag des Dichterphilosophen (1908)

Carl Grunert:
     An Kurd Laßwitz. Zueignung (1904) /
     Epilog zu Kurd Laßwitz’ Gedenken (1911)

Brigitte-Karola Liebs:
     Die Gothaer Bürgerin Hanna Brier. Ein Beitrag zur Entstehung des Romans
     Sternentau
  von Kurd Laßwitz sowie zu dessen letzten Lebensjahren(1976)

Abbildungen

Bertha von Suttner:
     Die Numenheit (1898)

Rudolf Laßwitz:
     Nobile, der Raketenwagen und Kurd Laßwitz (1928)

Franz Rottensteiner:
     Ordnungsliebend im Weltraum (1967/2013)
     Kurd Laßwitz’ Bilder aus der Zukunft (1987/2013)
     Kurd Laßwitz und die deutsche Science Fiction (1987/2013)

Literaturhinweise
Abbildungsnachweis

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Über das Buch

Kurd Laßwitz wurde am 20. April 1848 in Breslau in einer Kaufmannsfamilie geboren. Nach Kindheit und Jugend in Breslau studierte er von 1866–1874 (mit Unterbrechung durch den Militärdienst als Einjährig-Freiwilliger, u. a. in Frankreich) in Breslau, Berlin und schließlich wieder Breslau Mathematik und Physik. Nach der Promotion zum Dr. phil. in Breslau 1873 bestand er dort 1874 das Staatsexamen für das höhere Lehramt in den Fächern Mathematik, Physik, Geografie und Philosophie. Nach anschließenden Lehrtätigkeiten an Gymnasien in Breslau und Ratibor wechselte er 1876 an das Gymnasium Ernestinum in Gotha. Hier war er, seit 1884 als Gymnasialprofessor, bis zu seinem Ausscheiden aus dem Schuldienst mit Ablauf des Jahres 1907 tätig. 1876 hatte Kurd Laßwitz die Breslauer Kaufmannstochter Jenny Landsberg (1854–1936) geheiratet. Aus der Ehe gingen die beiden Söhne Rudolf (1877–1935) und Erich (1880–1959) hervor. Kurd Laßwitz starb am 17. Oktober 1910.
     Seit Ende der 1860er Jahre bis zu seinem Tode war Laßwitz schriftstellerisch tätig, teilweise unter Pseudonymen wie „Jeremias Heiter“
und „L. Velatus“. Neben bedeutenden naturwissenschaftlichen und philosophischen Schriften (insbesondere über die Arbeiten Immanuel Kants und Gustav Theodor Fechners) und zahlreichen Essays verfasste er vor allem „moderne Märchen“, Romane, Novellen und Kurzgeschichten, die man heute rückblickend als „Science Fiction“ oder „Fantasy“, als überwiegend anspruchsvolle spekulative oder wissenschaftlich-phantastische Erzählliteratur bezeichnen kann.
     Vor allem wegen seines umfangreichen Romans Auf zwei Planeten (1897) wird Laßwitz heute vielfach „Vater der deutschen Science Fiction“ genannt; ein „deutscher Jules Verne“ – das war er allerdings nicht, wohl eher ein „deutscher Hans Christian Andersen“.
     Das zwischen 1933 und 1945 „unerwünschte“ und daher diskriminierte Werk Kurd Laßwitz’ war, abgesehen von (meist gekürzten und bearbeiteten) Fassungen des Romans Auf zwei Planeten und einigen wenigen anderen Veröffentlichungen, jahrzehntelang im Buchhandel nicht (mehr oder wieder) erhältlich. Erst seit den 1980er Jahren gab es einige vollständige Neuausgaben ausgewählter Werke. Einen Überblick über das Gesamtwerk bietet die 2010 von Rudi Schweikert herausgegebene illustrierte Bibliografie. Mit der seit 2008 in meinem Verlag erschienenen KOLLEKTION LASSWITZ liegen die Romane, Erzählungen, Dramen, Lieder, Gedichte, Aufsätze und Sachbücher des Dichters und wissenschaftlich-philosophischen Schriftstellers inzwischen in 20 Bänden wieder geschlossen vor.
     Der vorliegende Band enthält Erstveröffentlichungen aus dem handschriftlichen Nachlass sowie Nachdrucke ausgewählter Aufsätze zu Kurd Laßwitz, seinem Werk und seiner Wirkung, wobei nur die Beiträge von Franz Rottensteiner teilweise überarbeitet und an die neue Rechtschreibung angepasst worden sind. Ein umfangreicher Bildteil über Kurd Laßwitz mit Personen und Stationen aus seinem Leben soll die in den Texten enthaltenen Informationen weiter verdeutlichen und mit Leben erfüllen.
     Das hier neben dem 1898 verfassten Lebenslauf erstmals veröffentlichte Tagebuch über die Jahre 1876–1883, beginnend mit dem Umzug nach der „zweiten Heimat“ Gotha, gewährt Einblicke in das Familien-, Berufs-, Alltags- und Schriftstellerleben des Dichters mit all seinen Licht- und Schattenseiten, Freuden und Belastungen, u. a. auch über die Entstehung mehrerer seiner Schriften. So wird z. B. deutlich dass die schon Jahre zuvor fertiggestellte Novelle Schlangenmoos vor allem aus finanziellen Gründen und vorsorglich unter dem Pseudonym „L. Velatus“ veröffentlicht wurde.
     Der lebenslange Freund Max Kalbeck (1850–1921) bietet neben einer rückblickenden Würdigung Erinnerungen an die gemeinsame Kinder- und Jugendzeit in der Umgebung des mit einer Privatsternwarte auf dem Dach versehenen Laßwitz’schen Elternhauses (siehe die Abb. im Bildteil).
     Der Laßwitz-Bewunderer und selbst Verfasser zahlreicher „Zukunfts-Novellen“, Carl Grunert (1865–1918), hat dem „verehrten Meister“ zweimal (neben mehreren Briefen) in Gedichtform in einer Zueignung und in einem Nachruf seinen Dank abgestattet.
     Brigitte-Karola Liebs beleuchtet aus ihrer Sicht als langjähriger Freundin Hanna Briers das besondere Verhältnis zwischen Laßwitz und seiner Cousine 2. Grades Hanna Brier, die er in der Gestalt der „Harda“ in seinem letzten Roman Sternentau auftreten ließ.
     Beiträge von Dietmar Wenzel und Erich Laßwitz (1880–1959), der im Sinne seines Vaters als Schriftsteller und Redakteur an der Popularisierung der Wissenschaften mitgewirkt hat, konnte ich aus urheberrechtlichen Gründen leider nicht aufnehmen. Immerhin war es möglich, je einen Beitrag von Bertha von Suttner 10 und von Rudolf Laßwitz (1877–1935) einzufügen, in dem dieser auf die Pionierarbeit seines Vaters für die späteren „Zukunftsromane“ hinweist und auch Anekdotisches mitteilt.
     Der erstmals 1967 veröffentlichte grundlegende Aufsatz „Kurd Laßwitz. Ein Versuch einer kritischen Biographie“, der später unter dem neuen Titel „Ordnungsliebend im Weltraum“ wiederabgedruckt worden ist, leitete seinerzeit eine Wiederbesinnung auf Kurd Laßwitz ein, die weitere Höhepunkte ab 1979 in den der Bedeutung des Dichters angemessenen Arbeiten von Rudi Schweikert erreicht hat, wobei der Aufsatz „Von geraden und schiefen Gedanken“ besonders hervorzuheben ist (Ein Wiederabdruck im Rahmen der KOLLEKTION LASSWITZ wird angestrebt.). Neben ihrem wohlwollend-kritischen Blick auf das Werk des Dichters und Philosophen machen die Aufsätze von Franz Rottensteiner die erschütternde Tatsache deutlich, dass der heute oft als „Vater der deutschen Science Fiction“ bezeichnete Kurd Laßwitz auf diesem Gebiet der Literatur tatsächlich weitaus weniger Einfluss und Nachwirkung ausgeübt hat als etwa sein Schüler Hans Dominik (1872–1945), den er (neben anderen Kollegen) von Ostern 1888 bis Sommer 1890 am Gymnasium Ernestinum unterrichtete.

Dieter von Reeken

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Seiten 18/19 mit dem Beginn des Tagebuchs

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Seiten 94/95 aus dem Bildteil

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